Details über Zugfedern

Die Fertigung von Zugfedern besteht aus der Fertigung des Federkörpers mit anschließender Endenbearbeitung zur Anbringung der kundenseitig gewünschten Aufhängungsart.

Dies geschieht bis zu Drahtstärke d=10mm halbautomatisch, wodurch die Qualität gesteigert wird.

Fertigung

Die meisten Zugfedern haben einen zylindrischen Federkörper und verfügen über einen linearen Kraftbereich mit einer konstanten Federrate. Dieser liegt etwa zwischen 30% und 70% von Fn.

Sonderformen von Zugfedern bilden:

  • Kegelige Federkörper,
  • doppelkonische Federkörper,
  • Tonnenfedern oder
  • Taillenfedern

 

Zur Fertigung anforderungsgerechter Federn und zur Einhaltung der Federkräfte, müssen, in Abhängigkeit der vorgeschriebenen Größen, Fertigungsausgleiche geschaffen werden.

Vorgabe

Fertigungsausgleich

Federkraft F1 bei L1

F0 und D

Federkraft F1 bei L1 und F0

L0; n und d oder L0 und D

Federkräfte F1 und F2 bei L1 und L2

L0; n und d oder F0 und D

Es sollte immer ein Fertigungsausgleich gewählt werden

Zur Kraftübertragung können unterschiedliche Federenden gewählt werden. Optimal ist stets die zentrische Kraftübertragung.

  • ganze deutsche Öse (Ösenhöhe ca.0,8 x Außendurchmesser)
  • doppelte Öse (eliminiert die Gefahr des Aufziehens der Öse)
  • Hakenösen (überbrücken von Einbauräumen; Sonderformen möglich)

 

Die Ösenstellung bei bestimmten Ösenformen hängt von der Windungszahl ab. Dies ist, je nach Einbauvorgaben, unbedingt zu beachten.

Bei sehr hohen, dynamischen Belastungen sollten eingerollte Haken, Gewindebolzen oder Stopfen verwendet werden, um den Hub erhöhen bzw. die Feder höher belasten zu können. Auch andere Einschraubelemente und sonstige Halbzeuge können eine gute Alternative bilden. Auf Kundenwunsch fertigen wir die komplett vormontierte Baugruppe.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auslegung und Problemlösung rund um das Thema Zugfedern.

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an: 02374/3788



Details

Kurzzeichen zur Federbemaßung

d = Drahtdurchmesser [mm]

Di = Innendurchmesser des Federkörpers [mm]

Dm = mittlerer Windungsdurchmesser [mm]

De = Außendurchmesser des Federkörpers [mm]

Lk = Länge des unbelasteten Federkörpers [mm]

L0 = Länge der unbelasteten Feder von Innenkante Öse zu Innenkante Ösen [mm]

LH = Abstand Innenkante Öse zu Federkörper [mm]

m = Ösenöffnung [mm]

n = Anzahl der federnden Windungen

nt = Anzahl der gesamten Windungen

F0 = Vorspannung [N]

L1 bis Ln = Längen der belasteten Feder [mm]

F1 bis Fn = Federkräfte zu den Längen L1 bis Ln [N]

R = Federkonstante [N/mm]

 

Ösenformen

Ösenformen und Toleranzen nach DIN 2097 oder Kundenvorgabe

 

Halbe deutsche Öse
(Lh = 0,55*Di bis 0,8*Di)

Ganze deutsche Öse
(Lh = 0,5*Di bis 1,1*Di)


Doppelte deutsche Öse
(Lh = 0,8*Di bis 1,1*Di)


Ganze deutsche Öse seitlich hochgestellt
(Lh = Di)


Doppelte deutsche Öse seitlich hochgestellt
(Lh = Di)


Hakenöse


Hakenöse seitlich hochgestellt


Englische Öse
(Lh = 1,1*Di)


Haken eingerollt


Gewindebolzen eingerollt


Gewindestopfen eingeschraubt
(Anzahl der eingeschraubten Windungen n = 2 bis 4)


Schraublasche eingeschraubt
(Anzahl der eingeschraubten Windungen n= 2 bis 4)


Ganze deutsche Öse
schräg hochgestellt


Ösenstellungen
0°; 90°; 180°; 270°

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